Online dating portal Dresden

Ein anonymer Whistleblower hatte c't unaufgefordert belastende Dateien zugespielt, die nach seiner Darstellung E-Mails der Lovoo-Führungsriege enthielten.

c't hatte das Material ausgewertet und teils sogar veröffentlicht.

Zahlreiche Unterlagen sowie Computer, Datenspeicher und Mobilfunktechnik seien sichergestellt worden, hieß es. Ziel sei nicht die Abschaltung des Online-Portals, "sondern die Verhinderung krimineller Handlungen zu Lasten der Nutzer", so die Staatsanwaltschaft.

c't hatte bereits im September 2015 den konkreten Verdacht geäußert, dass die große Dating-Plattform ihren Nutzern mit unlauteren Tricks – vor allem mit Fake-Profilen – Geld aus der Tasche ziehen könnte.Das Magazin zitierte aus mutmaßlich authentischen E-Mails der Führungsriege von Lovoo.Unter anderem ging es um erzielte Umsätze durch den Einsatz von Fake-Profilen und um die systematische Planung der augenscheinlichen Abzocke. Polyamory – das steht für eine offene Beziehung, bei der jeder Partner dem anderen Liebschaften neben der eigenen Beziehung erlaubt. Denn dies ist die Partnervermittlung für Polys aus Dresden, die nach mehr als einem Partner suchen.

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Allein in Dresden durchsuchten Ermittler 13 Objekte.Beamte in Zivil trugen am Hauptsitz des Online-Unternehmens in einer großen Dresdner Einkaufsstraße Kartons aus den Büros. Zwei weitere Durchsuchungen gab es in Berlin, eine in Nürnberg.Mann und Frau haben keine Geheimnisse voreinander, ein geheimer Seitensprung ist nicht nötig – denn jeder Partner weiß davon, dass der andere zusätzlich noch eine zweite oder dritte Liebe gefunden hat oder er diese sucht.Lernen auch Sie in dieser Kontaktbörse polyamoröse Menschen aus Dresden und Ostdeutschland kennen, die so denken wie Sie.Die Fachzeitschrift "c't" hatte berichtet, dass ihr zugespielte Daten auf eine groß angelegte Fälschung weiblicher Nutzerprofile bei Lovoo schließen lasse.

Das LKA Dresden hat in einer großen Aktion beim Datingportal-Unternehmen Lovoo durchsucht. Basis der Ermittlungen ist eine Recherche von c't aus dem November 2015.Das Verfahren richte sich gegen die drei Geschäftsführer und neun Mitarbeiter des überregional arbeitenden Dresdner Unternehmens.Die Firma soll Fake-Profile von Personen angelegt haben, welche durch real existierende Mitglieder kontaktiert werden konnten.[Update , Uhr] In einer Presseerklärung bestätigte die Staatsanwaltschaft Dresden lediglich ein Verfahren gegen eine "Kennenlern-Agentur".Am heutigen Mittwoch seien "zwei Personen festgenommen und 16 Privatwohnungen und Firmenräume durchsucht worden." Den insgesamt zwölf Beschuldigten im Alter zwischen 25 und 38 Jahren werde gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen.

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